Die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher soll einen stärkeren Einfluss auf die Nation gehabt haben als Beyoncé und Bridget Jones.

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Der verstorbene Politiker hat die Liste der Frauenstunden von Radio 4 angeführt, die darauf abzielt, die sieben Frauen zu feiern, die in den letzten sieben Jahrzehnten den größten Einfluss auf das Leben von Frauen ausgeübt haben.





Die Ankündigung wird am Mittwoch in einem Programm gemacht, das bei einem Empfang im Buckingham Palace aufgenommen wurde, an dem die Herzogin von Cornwall teilnahm und die Feierlichkeiten zum 70.

In einer Power List zuerst hat es die fiktive Figur Bridget Jones ebenso unter die letzten sieben geschafft wie die amerikanische Singer-Songwriterin Beyoncé und die feministische Akademikerin Germaine Greer.

Die Power List 2016 zielt darauf ab, die Leistungen von Frauen in der 70-jährigen Geschichte des Programms zu würdigen, und zum ersten Mal wurden nicht mehr lebende Frauen für einen Platz auf der Liste in Betracht gezogen. Auch diejenigen außerhalb des Vereinigten Königreichs wurden berücksichtigt, wenn ihr Einfluss hier nachgewiesen werden konnte.

Bei der Entscheidung über die letzten sieben Namen berücksichtigten die Juroren die Arbeit einer Frau oder ihre Rolle als Katalysator für Veränderungen in den letzten 70 Jahren sowie solche, die heute Auswirkungen haben.

Die diesjährige Jury wurde erneut von Emma Barnett, Journalistin und Moderatorin von BBC 5Live Daily, geleitet. Die Jury bestand aus: Karren Brady, Wirtschaftsführerin und Life Peer; Ayesha Hazarika, ehemalige Arbeitsberaterin und Kommentatorin; Abi Morgan, preisgekrönter Drehbuchautor (The Iron Lady und Suffragette); Jill Burridge, ehemalige Herausgeberin von Woman's Hour; und Julia Hobsbawm, Gründerin, Editorial Intelligence.



Die Woman’s Hour Power List wurde 2013 ins Leben gerufen und enthielt die 100 mächtigsten Frauen Großbritanniens und wurde von der Königin angeführt. Im Jahr 2014 konzentrierte sich die Liste auf zehn „Game Changer“ mit Baroness Doreen Lawrence an erster Stelle. Letztes Jahr war das Thema „The Power to Influence“, wobei Schottlands Erste Ministerin Nicola Sturgeon die Liste anführte.

Die sieben Frauen auf der finalen Woman’s Hour Power List 2016 sind wie folgt…


1. Margaret Thatcher – Erste britische Premierministerin (1979-1990) und Vorsitzende der Konservativen Partei (1975-1990)

Die Richter sagen: Ob Sie sie lieben oder verabscheuen, es ist schwer, sich eine andere Frau vorzustellen, die in den letzten sieben Jahrzehnten mehr Einfluss auf britische Frauen hatte als Baroness Margaret Thatcher. Jeder, der in den 80ern geboren wurde und danach aufwuchs, dachte, es sei normal, dass eine Frau das Land regiert; Jeder, der während ihrer Amtszeit über 18 Jahre alt war, wurde von ihrem Führungsstil und ihrer kompromisslosen Politik geprägt. Tatsächlich hat sich eine ganze Generation des Frauenfeminismus in direkter Vergeltung an sie gebildet.


2. Helen Brook – gründete 1964 Brook Advisory Centers, die unverheirateten Frauen empfängnisverhütende Beratung anbieten

Die Richter sagen: Ich denke, die größte Veränderung [der letzten 70 Jahre] war wahrscheinlich die Empfängnisverhütung, die es Frauen ermöglichte, darüber nachzudenken, was sie taten und welche Entscheidungen sie hatten – ob sie zu Hause blieben oder sich für eine Karriere entschieden haben


3. Barbara Castle – Labour-Abgeordnete für Blackburn (1945-1979), 1970 in den Equal Pay Act eingeführt

Die Richter sagen: Es wäre kriminell, Barbara Castle nicht auf diese Liste zu setzen. Bei jeder Verhandlung, die ich je geführt habe, weiß ich, dass ich sie mit dem, was sie in die Gesetzgebung eingebracht hat, hinter mir steht.


4. Germaine Greer – australische Schriftstellerin, anerkannt als eine der wichtigsten Stimmen der feministischen Bewegung, veröffentlichte 1970 The Female Eunuchuch

Die Richter sagen: Sie ist eine Kriegerin für mich – sie ist jemand, der an die Front des Feminismus gegangen ist und gesagt hat, mach weiter.


5. Jayaben Desai – Prominenter Anführer der Streikenden im Londoner Grunwick-Streit 1976, der sich gegen Niedriglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen für Arbeiterinnen einsetzte

Die Richter sagen: Sie hob die Notlage von schlecht bezahlten Frauen, Wanderarbeitern, Rassismus, Gewerkschaftsanerkennung – aber auch Würde, Menschlichkeit und grundlegende Menschenrechte hervor.


6. Bridget Jones – Das Tagebuch von Bridget Jones, das 1996 von Helen Fielding veröffentlicht wurde

Die Richter sagen: Vor 25 Jahren läutete sie die Stimme einer Frau ein, die ihre eigene Banalität ebenso wie ihre eigene Komplexität erzählt.


7. Beyoncé – Amerikanische Singer-Songwriterin

Die Richter sagen: Ich denke, Beyoncé hat zwei Dinge geschafft. Sie hat sich zu einer sehr erfolgreichen kommerziellen Marke entwickelt, aber damit auch von Anfang an eine durchaus positive feministische Botschaft vermittelt. Besonders jetzt wechselt sie in die Rassenbeziehungen und spricht über die Bedeutung des schwarzen Lebens. Und auch aus Beauty-Sicht eine schwarze Frau zu sein, die in einer Zeit, in der Schönheit und Popkultur noch sehr weiß sind, als globale Schönheitsikone hochgehalten wird.

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Das Enthüllungsprogramm der Woman's Hour Power List wird am Mittwoch, den 14. Dezember um 10 Uhr auf BBC Radio 4 ausgestrahlt

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