Ist es nicht wunderbar, wenn ein TV-Thriller eine Schlussfolgerung liefert, die ist nicht lächerlich? Eine überraschende – aber befriedigende Erklärung? Etwas, das Ihnen diese letzten Momente für die kommenden Tage in Erinnerung bleiben lässt?

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Katherine Kelly und Molly Windsor ließen uns vier Nächte in Folge an unseren Fernsehern kleben, als sich das Geheimnis hinter ITVs Cheat zu offenbaren begann, und die Drehbuchautorin Gaby Hull erzählte eine Geschichte über Untreue, Manipulation und Mord.





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Für einen so stressigen Thriller hat ITVs Cheat ein ungewöhnliches Happy End, bei dem jeder so ziemlich das bekommt, was er verdient (auf eine grobe Gerechtigkeitsart).

Wir finden heraus, dass Rose (Molly Windsor) verurteilt und eingesperrt wurde; und zwei Jahre später hat Leah (Katherine Kelly) einen schönen Sohn, eine akademische Position und zwei Bücher auf ihren Namen. Der schleimige Betrüger Adam (Tom Goodman-Hill) ist längst tot und begraben, Roses abscheulicher Vater William (Adrian Edmondson) könnte sich ihm anschließen und Michael (Peter Firth) wurde aus dem Haus der Familie geworfen – zumindest vorerst .

Tatsächlich sind die einzigen Charaktere, deren Schicksal wir wirklich betrauern können, Leahs ermordete Katze Betsy (arme Betsy!) Und Williams schwarzer Labrador Hunter, der ihn höchstwahrscheinlich in der letzten Minute der letzten Episode auslöscht. Es ist ein hartes Drama für Haustiere.

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Aber während des ganzen Dramas hat alles zu dem Moment im Gefängnisbesuchsraum geführt, in dem Leah und Rose sich frontal gegenüberstehen. Hier kommt endlich die Wahrheit über Adams Tod ans Licht.

Windsor gibt als Rose eine starke Leistung ab, mit fesselnden blauen Augen, die im Bruchteil einer Sekunde von Unschuld zu Bosheit wechseln können. Jetzt sagt sie Leah, dass sie Adam doch nicht in Notwehr erstochen hat; es war eigentlich kaltblütiger Mord. Dann benutzte sie ein zweites Messer, das mit Leahs Fingerabdrücken bedeckt war, um ihn ein zweites Mal zu erstechen.



Rose hat außergewöhnliche Anstrengungen unternommen, um Leah zu verleumden, aber für den Fall, dass das nicht funktionierte (was letztendlich nicht funktionierte), ließ sie sich von ihrem Lakaien Ben (Burn Gorman) den Hals mit Fingerabdrücken quetschen, um ihre Geschichte zu untermauern, dass sie Adam ermordet hatte Selbstverteidigung. Daher nur zwei Jahre hinter Gittern.

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Warum hat sie es dann getan? Laut Rose waren ihre Motive völlig altruistisch: Sie wollte ihre geliebte, neu gefundene Schwester Leah vor einem Leben in einer elenden Ehe mit dem rückgratlosen, egozentrischen, feigen Adam retten. Er hat dich betrogen, Leah. Er hat mit mir geschlafen, als er wusste, dass du schwanger bist. Sag mir nicht, dass du ohne ihn nicht glücklicher bist, sagt sie aus voller Überzeugung.

Ist es wahr? Glaubt sie es selbst, als sie sich so viel Mühe gegeben hat, den Mord Leah anzuhängen – und beinahe damit durchgekommen wäre? Oder war es ein Racheakt gegen den leiblichen Vater, der ihr Unrecht getan hat? Vielleicht weiß sie es auch nicht mehr. Das Erschreckende an dieser Figur ist, dass sie so aus den Fugen geraten ist, so entnervend schwer für bare Münze zu nehmen. Wenn man darüber nachdenkt, würde sie wahrscheinlich gut mit Killing Eves cleverer und psychopathischer Attentäterin Villanelle auskommen.

Das Drama endet mit einer erschreckenden Note, als Leah einen Brief von ihrer Halbschwester liest, die nun ihre Zeit hinter Gittern beenden will. Sie hatten Recht, meine Probleme zu lösen, etwas zu finden, wofür ich leben konnte, schreibt sie. Also habe ich deinen Rat befolgt und bin zum Anfang zurückgegangen und habe festgestellt, dass ich die Dinge nur klären kann, wenn ich meiner Mutter vergebe und die Dinge mit William in Ordnung bringe. Das habe ich also gemacht. Ich glaube, ich fühle mich schon besser. Liebe, Rose.

Und wenn Rose sagt, die Dinge zu klären, meint sie wirklich, meinen Komplizen Ben zu schicken, um ihn im Wald zu erstechen, während er mit seinem Hund spazieren geht. Es ist ein subtiler Unterschied.

Als Hull diese Geschichte ursprünglich zu den ausführenden Produzenten Harry und Jack Williams (von Liar and The Missing) brachte, wurde sie als 90-minütiger Spielfilm vorgestellt. Sie schlugen vor, er solle es als eigenständige TV-Miniserie schreiben, und das erwies sich als genau die richtige Entscheidung – denn vier Episoden sind die perfekte Länge für diese Geschichte.

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Von Paula bis The Replacement sind so viele aktuelle TV-Thriller am Ende mit bizarren Handlungssträngen und unglaublichen Erklärungen aus den Fugen geraten; wie erfrischend, ein so solides Drama wie Cheat zu sehen.


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