Ohne Sünde ist nichts Lustiges, sinniert Mrs Maguire vor einem Bingospiel in Grantchester Episode drei und – wie immer – ist sie genau richtig.

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Sidney Chambers (James Norton) ist SO viel unterhaltsamer, wenn er sündig ist, anstatt mürrisch hinter seinem besten Kumpel Geordie (Robson Green) herumzuspazieren, traurige Augen auf die verbotene Liebe Amanda (Morven Christie) zu machen und große Schweißtropfen auf Mrs Maguires (Tessa Peake-Jones) sauberer Boden.



Er ist wie ein kleiner verlorener Labrador-Welpe, der nur darum bettelt, gestreichelt zu werden. Und er bekommt seinen Wunsch, mit etwas, äh, heftigem Streicheln bis zum Ende der Folge dieser Woche, aber dazu später mehr.

Sidney ist nicht der einzige, der an einem schweren Fall von moralisch bedingtem Lady Blues leidet. Leonard zwingt sich, sich in die beste Freundin Hilary (Emily Bevan) zu verlieben, und als das Duo nicht mit Posträubern in Konflikt gerät, tauschen sie auf dem Sofa im Pfarrhaus verschleierte Süßigkeiten aus.

Die arme Hilary ist sichtlich begeistert von ihrem neuen Freund, der entschlossener denn je ist, den hohen Standards von Erzdiakon Gabriel Atubo (Gary Beadle) gerecht zu werden. Wenn es ihm gefällt, wird Leonard einen Ring darauf legen – wie dieser herzzerreißende Heiratsantrag beweist.

Sidney ist überhaupt nicht davon überzeugt, dass sein Kumpel es richtig spielen sollte, und ist ziemlich wütend, als Leonard der Braut nichts von seiner früheren Liebe Daniel (Oliver Dimsdale) erzählt. Leonard wehrt sich und schießt auf den sichtlich aufgebrachten Pfarrer, dessen schlechte Laune auf alle um ihn herum abfärbt, Widerhaken über Amanda.

Apropos Amanda, sie ist eine starke unabhängige Single-Frau, jetzt, da sie sich einen Job geschnappt hat. Nicht einmal der Vorschlag des entfremdeten Mannes Guy, dass sich das nun etwas freundlichere Paar wieder zusammenfindet, kann sie nicht von ihren Plänen abbringen, sich selbstständig zu machen.



Tatsächlich bietet Guy (Tom Austen) sogar an, seine eigene Fake-Affäre zu inszenieren, damit sie ihrer Ehe relativ skandalfrei entkommen kann. Es ist eine willkommene Richtungsänderung von dem ehemaligen herzlosen Ehemann, der seit der Begegnung mit Baby Grace eine positive Wende genommen zu haben scheint.

Ein Baby oder die Gedanken eines Babys verändern auch Georgys Leben. Margaret (Seline Hizli) erzählt ihm, dass sie einen Schrecken hatte (ähnlich wie wir, als die beiden letzten Sonntagabend anfingen, Hässliche vor der Kamera zu knallen), aber glücklicherweise nicht schwanger sind. Es reicht aus, um den betrügerischen Kerl aufzuhalten, der erkennt, dass mehr auf dem Spiel steht, als nur Cathy (Kacey Ainsworth) und die Kinder zu verlieren.

Er wird Margaret noch nicht aufgeben, aber als er es ablehnt, die Nacht bei der Polizeisekretärin zu verbringen, hat man definitiv das Gefühl, dass er die Dinge ein wenig abkühlt.

Das hält Margaret nicht davon ab, zu den Ermittlungen dieser Woche beizutragen, an denen zwei mysteriöse Postdiebe beteiligt sind. Jemand hat in ziemlich kurioser Kleidung die örtlichen Einrichtungen durchsucht, und um es für den Ehrenpolizisten Sidney Chambers persönlicher zu machen, haben sie Leonard dabei ein bisschen verprügelt.

Die dorfeigenen Bonnie & Bonnie werden schließlich gefasst und ihr Motiv für Mord und Unfug wird enthüllt. Martha (Carlyss Peer) und Wendy (Eve Ponsonby) kämpfen beide mit der Ungerechtigkeit des Patriarchats der 1950er Jahre und hofften, mit ihrem Schatz eine Flucht nach Paris zu finanzieren.

Es ist ein besonders trauriges Ende, das die Kämpfe der jungen Dorfbewohner mit der gleichen zugeknöpften Moral der 50er Jahre illustriert, die den frustrierten Sidney nachts wach hält.

Dies ist das Leben, für das wir hier sind, sagt er kühn in seiner Predigt, wir sind es uns selbst schuldig, es zu leben.

Und lebe es, Sidney, der traurige Welpe, der zu einem ausgelassenen-Hund-mit-einem-Knochen geworden ist, eilt zu Amandas Haus, klopft an die Tür und setzt ihre Affäre mit Begeisterung auf der Treppe fort.

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Nichts macht Spaß ohne Sünde, erinnerst du dich? Wir können nicht anders, als uns zu fragen, wer Sidney dafür sühnen wird…

Tipp Der Redaktion