Call the Hebamme hat schon einmal wichtige Charaktere verloren. Jenny Lee (Jessica Raine) stellte uns zum ersten Mal Poplar und Nonnatus House vor – das Drama wurde ursprünglich durch ihre naiven Augen erzählt – und die Serie überlebte, wohl gediehen, als sie am Ende der dritten Staffel ging. Aber nach dem Verlust von Schwester Evangelina wird die Hebamme nie wieder dieselbe sein.

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Im heutigen Finale auf ABC starb Schwester Evangelina, gespielt von Pam Ferris, im Schlaf an einem vermuteten Schlaganfall. Und während die Fans zweifellos verstört waren, als Jenny das Drama verließ, vermute ich, dass wir den Verlust von Schwester Evangelina viel stärker spüren werden.





Während Jenny eine Leinwand für Poplars Geschichten war, war die stählerne Schwester Evangelina ein wesentlicher Bestandteil davon. Seitdem Raine gegangen ist, dreht sich das Drama weiter um sich selbst und lässt die Nonnatons im Mittelpunkt stehen. Die Schöpferin Heidi Thomas ist von Jennifer Worths brillantem Quellenmaterial weitergegangen und hat den Nonnen und Krankenschwestern eigene schwierige, dunkle und aufschlussreiche Handlungsstränge gegeben.

Evangelina, eine der wenigen Charaktere, die ähnlich wie Poplar in Armut geboren und aufgewachsen ist, war selbstbewusst, fähig und sachlich. Sie konnte schonungslos sein, aber sie hatte auch eine freundliche, ewig sympathische Seite.

Sie war nicht simpel, feminin, zurückhaltend oder zugänglich – sie war nichts, was eine Frau ihrer Zeit sein sollte. Sie war stark und entschuldigte sich nicht. Sie verankerte das Leben in Nonnatus und inspirierte seine jüngeren Rekruten. Ob beim Radfahren mit Sonnenbrille oder beim Sparring mit Schwester Monica Joan über das letzte Stück Victoria-Schwamm, sie war die Quelle für viel Licht (etwas, das wir heutzutage in Call the Midwife immer mehr brauchen).

Wir sind es gewohnt, dass die Hebamme uns zum Schluchzen bringt, aber Evangelinas Tod ist eine der verheerendsten Geschichten bis heute. Nach fünf Staffeln zu sagen, dass ihre einzigartige Präsenz vermisst wird, wäre eine Untertreibung.

Zumindest erzählte Call the Midwife, wie das kluge, sensible Drama, das wir kennen, die Geschichte von Schwester Evangelinas Tod auf seine eigene Weise.



Unsere geliebte Nonne starb 20 Minuten nach diesem einstündigen Finale, und als ihre engen Freunde und Kollegen verarbeiteten, trauerten, Beerdigungsarrangements trafen und das Leben um sie herum langsam weitergehen ließen, bekamen die Fans die Chance, sich vom Integral der Show richtig zu verabschieden Charakter.

Es war eine seltene, realistische und nachdenkliche Darstellung von Trauer, die auf der Leinwand abgespielt wurde. Ihr Tod wurde nicht als Cliffhanger oder schockierende Wendung verwendet. Es war sanft, ruhig und herzzerreißend. Dies beweist einmal mehr, dass es in dieser Show um so viel mehr geht als um Wiegen und Kontraktionen.

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Call the Hebamme kehrt dieses Jahr für ein Weihnachtsspecial und 2017 für eine sechste Serie zurück series

Tipp Der Redaktion